Schaftstiefel grotesk bei Einbruch der Dunkelheit

Über meine Twitter-TL erfuhr ich heute morgen von Einbruch der Dunkelheit, einer internationalen Konferenz zu Theorie und Praxis der Selbstermächtigung in Zeiten digitaler Kontrolle. Das Programm hörte sich gut an, also klinkte ich mich in den Lifestream.

Ziemlich schnell bekam ich Probleme mit der Schriftart des Headers:
Unwohlsein mit Typo der #EdDCon

Damit war ich nicht alleine:
Berliner Internet-Konferenz mit Runen #EdDCon

Von Fraktur historisch angestaubt #EdDCon
Twitter-Link

Interessant fand ich die Assoziation von Anke Domscheit-Berg:
Dark surveillance associations #EdDCon

Ich wusste nicht so recht, was ich davon halten sollte, als beabsichtigte Provokation war es mir irgendwie nicht gekonnt genug. Bis dann der Link von Johannes Kleske die Sache aufklärte. Nun habe ich zwar immer noch kein klareres Gefühl, aber ich kann die Sache differenzierter sehen und finde die Fragen, die in dem Link aufgeworfen werden, gut. Ich kann mich der Feststellung "The Volksbühne is likely the only institution that gets away with bringing Potsdam and Nürnberg back to the streets of Berlin." anschliessen und bin mit dem Unbehagen wohl der Beweis für "… because of black letter’s continuing usage precisely for its negative associations, it will continually accumulate dark vibes."

Ich hätte nicht gedacht, dass Typo tatsächlich so tief wirken kann. Schön auch, wie sich der Header langsam nach Schwarz ausblendet, wenn man mit der Maus drüberbleibt. Insofern: well done, Volksbühne!