Pflücksalat vom KGB

Koschys Gemüsebutze"Niemand hat die Absicht, einen Bioladen zu eröffnen!" - so kündigte sich der Umbau des Antiquariats Zeisig, spezialisiert auf Musikliteratur, Schallplatten aus der DDR und Partituren, in meiner Strasse an.

Vor einigen Jahren gab es schonmal einen Bioladen in der Ebertystr., aber der ging pleite. Nun bin ich froh, dass es einen neuen Anlauf gibt, den KGB, Koschys Gemüsebutze. Insbesondere freut mich, dass ich nun keinen weiten Einkaufsweg mehr habe und noch mehr, dass es sich nicht um eine weitere Filiale einer Bio-Supermarktkette handelt. Schliesslich geht es beim Einkauf im Bioladen auch darum, die Umweltkosten durch kurze Lieferwege möglichst gering zu halten. Bei den Bio-Supermarkt-Filialen erfolgt die Belieferung so wie bei anderen Supermärkten auch - von Zentrallagern. Die Produktpalette bestimmt sich danach, welche Hersteller für große Mengen den günstigsten Preis anbieten.

Lecker PflücksalatBei Koschy gibt es etwa Räuchertofu von den Soy Rebels aus der Tofu-Manufaktur, das per Fahrrad angeliefert wird. Oder mein Favorit, den leckeren Pflücksalat vom Verein Organischer Landbau in Bienenwerder - den gibt's Di und Sa immer frisch in unterschiedlichen Variationen. Ich hab schon lang nicht mehr so guten Salat gegessen.

Eine kleine Auswahl an Honig aus Berlin, beispielsweise das Berliner Bärengold, steht im Regal sowie das gute Biobier aus der Braumanufaktur Forsthaus Templin. Das Brot kommt aus der Backstube - mir hat es "der kleine Punk" angetan. Persönlich fehlen mir eigentlich nur noch die Smoothies von Proviant aus Kreuzberg und die Pesti, Chutneys und Sirupe (Sirups?) von Einklang zu meinem kleinen Ernährungsglück.

Achso, ja, auf der Facebook-Seite gibt's aktuelle Info zum Sortiment und Herkunft der Produkte und Termine wie etwa Hoffeste bei den Herstellern. Ich finde, der Laden hätte mal einen Carrotmob verdient (macht die noch jemand in Berlin?) - kauft den Menschen reich.